Basejumping

 

Wer abenteuerlustig und unerschrocken ist, sucht täglich nach neuen Herausforderungen, neuen Risiken und neuen Extremsportarten. Neben Bungee Jumping und Speedboating, Kitesurfen und Downhill fahren erfreut sich auch Base Jumping immer größerer Beliebtheit. Als Variante des Fallschirmspringens erfolgt das Base Jumping von einem festen Objekt, also Gebäuden, Brücken, Antennen oder Felsvorsprüngen im Gebirge. Bereits Marco Polo beschreibt in seinen Reiseberichten chinesische Artisten, die mit schirmartigen Gebilden von Türmen und Mauern sprangen, und der erste belegbare Fallschirmsprung von einem Glockenturm wurde von einem Kroaten im Jahre 1617 durchgeführt. Durch den Mangel geeigneter Flugzeuge startete das heutige Fallschirmspringen als Base Jumping, trotzdem ist das Fallschirmspringen aus großer Höhe bekannter. Das Base Jumpen wurde erst in jüngerer Zeit wiederentdeckt und gilt somit noch als relativ junge Sportart. Des Weiteren hat dieser Extremsport den Ruf, sehr gefährlich und riskant zu sein. Zum konventionellen Fallschirmspringen gibt es ein paar entscheidende Unterschiede. In der Regel wird aus sehr geringen Höhen gesprungen, so dass spezielle Schirme und Packtechniken, sowie andere Öffnungsmechanismen notwendig sind. Bei Absprüngen von Gebäuden wird der gefaltete Schirm bereits in der Hand gehalten, um die Entfaltungszeit des Schirms noch zu verkürzen. Extreme Sorgfalt wird auf das Packen des Schirms verwandt, denn neben den kurzen Öffnungszeiten, muss sich der Schirm auch zuverlässig entfalten, denn ein Base Jumper springt ohne Reserveschirm. Da die Zeit für das Ziehen eines Reserveschirms nicht reichen würde, muss der Hauptschirm den Springer tragen. Rechtlich gibt es noch immer einige Unklarheiten und Schwierigkeiten. In einigen Ländern ist das Springen von festen Objekten generell verboten und wird mit hohen Strafen geahndet. In Italien, Frankreich, der Schweiz und Norwegen beispielsweise sind verschiedene Objekte, meist Felsvorsprünge im Gebirge zum Base Jumpen zugelassen und dürfen legal benutzt werden. In Deutschland ist das Springen nicht generell illegal. Allerdings muß sowohl vom Besitzer des Objektes von dem gesprungen werden soll, als auch vom Besitzer der Landefläche eine schriftliche Genehmigung zum Springen eingeholt werden. Dann wird ein Geländegutachten erstellt und schließlich die Genehmigung erteilt. In Deutschland gilt das Regelwerk des Vereins Deutscher Objektspringer. Da in vielen Ländern die rechtliche Lage nicht eindeutig ist, oder interessante Objekte nicht offiziell genutzt werden dürfen kommt es immer wieder zu spektakulären Base Jumps z.B. vom Eiffelturm. Jedes Jahr gibt es auch eine Reihe von Todesfällen bei zu niedrigen Absprunghöhen oder technischen Problemen. Doch die junge Extremsportart erfreut sich auch weiterhin großer Beliebtheit und wird von einer kleinen Elite spektakulär und faszinierend betrieben.

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